Thermenregion Südoststeiermark / Südburgenland

«In der Sauna verraucht der Zorn» sagt ein finnisches Sprichwort. Das gilt ganz besonders im steirisch-burgenländischen Thermengebiet, denn dort kommen zu den vielfältigen Saunalandschaften noch die wärmenden, heilkräftigen Thermalquellen hinzu – da löst sich sozusagen alles in «Schall und Rauch» auf.

Gesundheit und Wellness – inklusive präventiver Maßnahmen – stehen in der Thermenregion im Vordergrund. Es gibt kaum irgendwo anders ein Fleckchen Erde, auf dem Sport, Wellness, Kulinarik und Kultur eine derart harmonische Symbiose ergeben wie hier – und die Bedingungen für Golfer sind dank des pannonischen Klimas schlichtweg ideal.

Panoramablick auf den Golfplatz Thermengolf Loipersdorf in Österreich
Schönes Spiel! (c) Thermengolf Loipersdorf

Heilsam

Die Thermenregion hat eine feurige Vergangenheit: Der Vulkanismus ist zwar schon seit Millionen von Jahren Geschichte, sein «Erbe» erfreut die Menschen aber noch heute. Die unterirdischen Thermalseen liegen in bis zu 3.000 Metern Tiefe und sind an die 110°C heiß. Das weiche, heilkräftige Wasser spendet Wärme und Wohlbefinden – nicht nur rein subjektiv: Wissenschaftliche Studien der Universität Graz belegen, dass das Thermalwasser beim Regenerieren und Heilen hilft, weshalb es in den letzten Jahren auch verstärkt für präventive Maßnahmen eingesetzt wird.

Abwechslung

Erdstöcklsauna, Sonnensauna, Vulkansauna, Steinbad, Weinkellersauna, Murnockerldampfbad, Räucherungen, Römisches Schwitzbad, Türkisches Dampfbad, Felsensauna, Lappen-, Lärchen- und Tuffsteinsauna, Alaska-Tauchbecken, Aufgüsse mit Honig oder Traubenextrakt sowie mannigfaltige Körperbehandlungen und Beauty Anwendungen – an Alternativen mangelt es nicht in den Thermen, wobei jede ihren spezifischen Schwerpunkt hat und dementsprechend ein individuelles Publikum anzieht.

Eldorado für Golfer

Zusätzlich zu den meist stimmigen Wetterbedingungen wartet die Thermenregion Südoststeiermark/Südburgenland mit einer weiteren Besonderheit auf: Reiters Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal ist mit zwei 18-Loch, einem 9-Loch und einem 5-Loch Fun Course die größte Golfanlage Österreichs. Das Landschaftsbild der insgesamt sechs Golfplätze in der Thermenregion ist flach bis sanft hügelig. Wer jetzt allerdings glaubt, allzu leichtes Spiel zu haben, irrt.

Malerisch

Die idyllische Landschaft legt sich wie mit Weichzeichner gemalt über die gesamte Thermenregion. Leichte Erhebungen, Fluss- und Auenlandschaften, Kürbisfelder, Moor- und Naturschutzgebiete, Badeseen, Buschenschanken und Kellerstöckl, Burgen und Schlösser, Weingärten und Streuobstwiesen schaffen eine äußerst abwechslungsreiche Kulisse. Wir haben die Region im Herbst erkundet. Während dieser Jahreszeit ist die Natur ein besonders farbenprächtiger Selbstdarsteller, was bei uns gewisse Assoziationen mit dem Indian Summer in Neuengland aufkommen ließ.

Orangefarbene Felder vor bunten Fassaden in Bad Waltersdorf in Österreich
Farbenprächtig: Herbst in Bad Waltersdorf.

Märchenschlösser

Kulturell kann man in der Thermenregion auch einiges erleben: Die zahlreichen Burgen und Schlösser, ebenso wie die verschiedenen Museen, bieten das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Programm.

Ob Jazz- oder Kammermusikfestival, Theater oder Opernaufführungen sowie diverse Feste – langweilig wird’s einem in dieser Gegend nie. Und wenn doch, widmet man sich halt dem folgenden Thema:

Schlemmen

Mit wachsender Begeisterung entdeckten wir nach und nach, dass die Region Südoststeiermark/Südburgenland Heimstätte vieler ganz besonderer Schmankerln ist: Das auch als «grünes Gold» bezeichnete Kürbiskernöl verfeinert nicht nur Salate und Schaf- oder Ziegenfrischkäse, sondern gibt – fein dosiert – beispielsweise auch Süßem wie Vanilleeis eine spezielle Note.

Wenn wir schon bei Süßem sind: Wir lieben Schokolade von Zotter (Saskia die «Für Brave», ich die «ButterKaramell»)! Interessant und mal was anderes ist ein Besuch von Josef Zotters «Schoko-Laden-Theater» und seinem «essbaren Tiergarten». Lassen Sie sich überraschen!

Typisches

Käferbohnen, Klachelsuppe, Verhackertes, Vulcanoschinken, Edelbrände und Essige von Gölles, Sonnenschweine vom Biohof Labonca, Öle aus der Ölmühle Fandler, südburgenländische Weidegänse und Zickentaler Moorochsen sind weitere regionale Spezialitäten, die wir am liebsten in einer der zahlreichen urigen und gemütlichen Buschenschanken genießen.

Rebensaft

Apropos Buschenschanken: Dazu passen ja wunderbar die Begriffe Winzer, Weine, Kellerstöckl, Weinstraße(n). Ja, «flüssige Kulinarik» können sie in der Thermenregion nämlich auch. Welschriesling und Blaufränkisch sind die dominierenden Rebsorten, aber auch Weißburgunder, Traminer, Chardonnay, Blauer Zweigelt und St. Laurent werden gekeltert. Eine Besonderheit der «Weinidylle Südburgenland» ist der Uhudler, ein aus unveredelten Reben hergestellter Naturwein, dessen Geschmack an Waldbeeren erinnert und der Weinliebhaber in zwei Lager spaltet: Entweder man mag den Uhudler oder man verweigert ihn grundsätzlich und spricht ihm die Bezeichnung «Wein» sogar ab.

Ob man den Uhudler nun mag oder nicht – uns gefällt die Thermenregion jedenfalls sehr gut. Die Kombination aus Golfen, danach (oder davor) wellnessen und obendrein all die kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen finden wir grandios. Egal ob für länger oder bloß für einen Kurztrip.

Facts:

Die Thermenregion Steiermark/Burgenland liegt im (Süd)Osten Österreichs und umfasst die Ortschaften Loipersdorf, Bad Waltersdorf, Bad Blumau, Bad Radkersburg, Bad Gleichenberg und Sebersdorf im Bundesland Steiermark sowie Bad Tatzmannsdorf, Stegersbach, Lutzmannsburg und Bad Sauerbrunn im Burgenland, dem östlichsten Bundesland von Österreich. Jeder Thermenort ist dank seiner warmen, heilkräftigen Quellen auf individuelle Anwendungen und Heilverfahren spezialisiert. Großes Augenmerk wird generell auf gesundheitliche Prävention gelegt.

Landschaftlich ist die bundesländerübergreifende Region von sanften Hügeln, Streuobstwiesen und Weinbau geprägt. Etliche lokale Anbieter kulinarischer Produkte haben internationale Bekanntheit erlangt.

Dank des pannonischen Klimas ist die Region wie für Golfer geschaffen: Von März bis November kann man hier bei meist milden Temperaturen auf sechs verschiedenen Golfplätzen spielen. Das Radwegenetz ist ebenso gut ausgebaut wie die vielfältigen Wanderwege der Region. Abenteuerlustige vergnügen sich beim Klettern oder Kanufahren.

Auch kulturell kann das Thermenland punkten: Burgen, Schlösser, Museen, Klöster, Kammermusik- und Jazzfestivals, Kellergassen und viele Veranstaltungen rund ums Thema Wein bieten Abwechslung pur.