Schön gedeckte Tafel im Almhof Schneider

Luxuriös, mit familiärer Handschrift: ALMHOF SCHNEIDER

Hardy und unsere Tochter Saskia hatten das Privilig, den Almhof Schneider erleben zu dürfen: „Bei Kaiserwetter angereist erwartet uns der abseits der Hauptstraße und doch mitten im Zentrum gelegene Almhof Schneider am Fuße des Schlegelkopfs in Lech am Arlberg. Innerhalb von wenigen Wochen bin ich nun das zweite Mal mit Saskia unterwegs und sie ist begeistert, wie gut sie’s wieder mal erwischt hat: Der Almhof Schneider ist ein luxuriöses Refugium mit familiärer Handschrift, was sich in allen Bereichen positiv bemerkbar macht.

Bis 1929 war der Almhof Schneider ein einfaches Bauernhaus mit angeschlossener Landwirtschaft, dann wurden die ersten 40 Gästebetten gebaut. Das war noch zu Zeiten der Groß- und Urgroßeltern des heutigen Hausherren Gerold Schneider. Dessen Eltern – Gebhard und Hannelore – bauten im Laufe der Jahre den Almhof Schneider zu dem aus, was er heute ist.

Gerold Schneider kehrte 1997, nach dem Tod des Vaters, in den elterlichen Betrieb zurück und führt heute gemeinsam mit seiner Frau Katia und seiner Mutter Hannelore den Almhof. Aktuell stehen den Gästen im Almhof 35 Suiten und 18 Zimmer zur Verfügung. Katia und Gerold Schneider führen außerdem ein kleines Architekturbüro, das unter anderem für den Umbau des Hotels in den letzten Jahren verantwortlich zeichnet.

Nach dem Einchecken werden wir auf unser Zimmer (Suite Nr. 127) geführt. Unser Gepäck ist natürlich schon da und jetzt gibt’s für uns nur eines: Wir wollen unbedingt zuerst mal die Sonnenterrasse mit wunderbarem Blick auf den Omesberg genießen!

Nachdem wir beide schon etwas hungrig sind und das Abendessen noch in weiter Ferne ist, werfen wir einen Blick in die Nachmittagskarte. Die verspricht Gutes – nämlich typisch österreichische Spezialitäten wie Fiakergulasch mit Knödel, Spinatknödel mit brauner Butter, Rieslingbeuschel, Wiener Schnitzel und ähnliches. Da fällt die Auswahl schwer … mein hungriger Magen meint, ein Fiakergulasch wäre genau das Richtige. Und es ist das Richtige – köstlich! Der Ober serviert das Gulasch zusätzlich mit einer Portion Spätzle. «Die Knödel sind so klein, da dachte ich, ein paar Spätzle dazu könnten nicht schaden», lautet seine Erklärung. Dankeschön!


Im Frühjahr wird übrigens auf der Terrasse des Hotel Almhof Schneider auch gegrillt und neben Hausgästen sind sowieso immer auch Tagesgäste willkommen. Wir haben gut gegessen und reichlich Sonne getankt – jetzt erkunden wir das Hotel.

Unsere Suite (Nr. 127) ist geschmackvoll eingerichtet. Hochwertige, regionale Materialien prägen Ausstattung und Einrichtung, alpine Atmosphäre macht sich breit. Unsere Suite besteht aus einem getrennten Wohn- und Schlafbereich sowie einem sehr großen Badezimmer. Ein leuchtend gelber Tulpenstrauß und knackige Äpfel stehen im Wohnbereich als Willkommensgruß bereit. Wir fühlen uns in dem zeitlos eleganten Ambiente gleich wohl und Saskia freut sich am meisten darüber, dass zwei Fernseher vorhanden sind …

Zum Hotel gehört natürlich auch ein Spa Bereich mit Sauna, Dampfbad, Damensauna und großzügigem Hallenbad. Auch hier zieht sich das geschmackvolle Ambiente durch – man merkt deutlich, dass die Gastgeber ein besonderes Händchen für Architektur und Einrichtung haben.

In der Bibliothek des Almhof Schneider stoße ich auf eine große Auswahl an Büchern zum Thema Wein und Kulinarik. In die Praxis umgesetzt bedeutet das: Der Weinkeller beherbergt rund 25.000 Flaschen Wein, Schaumwein, Süßwein und Champagner unterschiedlicher Herkunft und Jahrgänge sowie ein großes Sortiment an Schnäpsen, Whiskeys und Bränden.

Bücher in der Bibliothek des Hotel Almhof Schneider in Lech am Arlberg in Österreich
Viele Bücher widmen sich dem Thema Wein …

Das Restaurant im Almhof Schneider und die Wunderkammer der Halluzinogene stehen als unabhängige À-la-carte Restaurants von mittags bis abends sowohl externen als auch Hausgästen zur Verfügung. Beide Restaurants glänzen durch extravagante Ausstattung:

Das Restaurant im Almhof Schneider ist mit hellen Holzschnitten des österreichischen Künstlers und Buchdruckers Christian Tanhäuser, die Landschafts-, Pflanzen- und literarische Motive zeigen, ausgekleidet. Geboten wird hier «fine dining».

Die Wunderkammer der Halluzinogene hingegen ist in dunkler Ölfarbe gestrichen und ebenfalls künstlerisch inspiriert: Die aus 116 Einzelteilen bestehende Decke und die Randfriese setzen sich aus Ölbildern des Vorarlberger Künstlers Paul Renner zusammen. Auf den Bildern sind essbare und psychoaktive Pflanzen zu sehen, die jeweils Bezug zu einer historischen Persönlichkeit haben. Man fühlt sich hier fast wie in einem traditionellen Gasthaus aus früheren Zeiten, wozu auch die Küchenlinie der Wunderkammer passt: unkompliziertes, rustikal-alpines österreichisches Essen.

Für die Überbrückung bis zum Abendessen gibt es eine gemütliche Bar, die in einen Raucher- und Nichtraucherbereich unterteilt ist. Bei einem alkoholfreien Cocktail (für Saskia) und einem kleinen Bier (für mich) lauschen wir den Klängen des Pianisten – so lässt es sich gemütlich warten.

Im Erdgeschoss gibt’s übrigens noch eine American Bar, die sich Klausur nennt und ab 21 Uhr geöffnet ist.

Das Abendessen im Speisesaal wird mit «Häppchen» vom Buffet und einem anmutenden Salatbuffet eröffnet. Allein schon von den «kleinen Happen» (so steht’s in der Broschüre …) könnten wir uns satt essen – sie sind nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich ein Gedicht!

Es folgt ein fünfgängiges Menü, das sehr vielversprechend klingt. Der Kellner erklärt uns: «Sie bekommen alles, was Sie haben wollen – wenn Ihnen irgendwas vom Menü nicht zusagen sollte, geben Sie einfach Bescheid.» Das kann ich mir nicht vorstellen und das passiert auch nicht.

Nach dem Salat geht’s mit einer Brokkoli-Schaumsuppe weiter. Es folgt Pot au Feu von Schalentieren. Danach essen wir Jungfernfilet mit Mais & Kraut (die Alternative wäre laut Menüplan Lachs mit Paprika & Pak Choi). Meine Geschmacksnerven hat dieses Menü ganz genau getroffen. Ich glaube, Saskia’s auch … allerdings fallen der vor Müdigkeit schon fast die Augen zu.

Alle Speisen wurden kreativ kombiniert und waren geschmacklich wunderbar. Das Dessert schaffen wir leider nicht mehr – das Fiakergulasch am Nachmittag hat das seinige dazu beigetragen …

Bei einem Schlummertrunk an der Bar lasse ich die Stimmung auf mich wirken und genieße dieses tolle Hotel. Zufrieden, satt und müde begebe ich mich in unsere Suite, wo Saskia bereits tief und fest schläft. Schade, dass man beim Schlafen gezwungenermaßen die Augen zu hat und ich deshalb nicht länger unsere heimelige Suite betrachten und erleben kann …

Fit und ausgeruht (sehr angenehme Betten!) machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Frühstück. In der Hotelmappe wird ein kleines Buffet und ein ausgedehnter à la carte Service angekündigt. Lassen wir uns überraschen!

Also klein ist das Frühstücksbuffet überhaupt nicht – ja, die warmen Speisen haben gefehlt, aber dafür findet sich ein umfangreiches Angebot in der Speisekarte, damit möglichst alles frisch zubereitet werden kann. Diverse Eierspeisen, Pfannkuchen, Waffeln (die bestellt sich Saskia), Würstchen und sogar Toast Benedikt stehen zur Auswahl! Einfach toll – die Qual der Wahl beginnt … Kreativ finde ich die Idee, wie mein weichgekochtes Ei serviert wird: In einem «Thermo-Eier-Warmhalter», dessen Innenseite aus einer Art Styropor ist, gart das Ei zwar nicht nach, bleibt aber schön warm.

Wir lassen uns Zeit und genießen dieses tolle Frühstück, denn die Abreise steht leider wieder mal vor der Tür. Originell ist auch das Prozedere beim Check-out: In einem separaten Raum, dem «Salz-Amt für Beschwerden besonderer Art», erledigt man ganz diskret den Check-out und begleicht die Rechnung.

Fazit

Das Prinzip im Hotel Almhof Schneider ist ganz einfach: reinkommen, wohlfühlen, erholen und genießen. Uns hat’s hier sehr gut gefallen – abgesehen von erstklassiger Ausstattung, tollem Ambiente und fantastischer Kulinarik haben’s uns vor allem die aufrichtig herzlichen Mitarbeiter angetan!

Hier können Sie übrigens Saskia’s Beitrag lesen.

Anmerkung: Wir wurden für die Nacht von 7. auf 8. März 2015 von Gastgeber Gerold Schneider ins Hotel Almhof Schneider eingeladen, wofür wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken! Dieser Beitrag gibt ausschließlich von uns persönlich erlebte Eindrücke und Bilder wieder.“ 

Schild "Salzamt" im Hotel Almhof Schneider in Lech am Arlberg in Österreich
Im „Salzamt“ checkt man aus.

2 Comments

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