Total eingeschneit ...

Eingeschneit im Hotel WALCH’s ROTE WAND

Hardy erlebt eine ganze Woche lang Hotels in Lech und Zürs am Arlberg. Den Auftakt macht Walch’s Rote Wand in Zug, einem Ortsteil von Lech. Lesen Sie hier Hardys Bericht: „Diese Woche steht die Arlberg Region auf meiner „Erleben“-Liste. Erste Station ist Walch’s Rote Wand – Alpen Sport Resort in Zug. Zug ist ein Ortsteil von Lech (Vorarlberg/Österreich) und liegt rund vier Kilometer außerhalb des Dorfzentrums von Lech – eine kleine Parzelle mit eigener Kapelle, ein paar Gasthäusern und Unterkünften und natürlich mit Walch’s Rote Wand.

Die Anfahrt in mein neues „Domizil“ ist schon mal vielversprechend: Traumhaftes Wetter, strahlend blauer Himmel und frischer Schnee auf den Bäumen sorgen für wahres Bilderbuchwetter und so empfängt mich auch der Arlberg – einfach traumhaft!

Strahlender Sonnenschein beim Hotel Walch's Rote Wand in Lech am Arlberg in Österreich
Strahlender Sonnenschein …

Einchecken & ankommen

Am Ziel angekommen checke ich gleich mal ein. Ein spezieller Welcome Drink wird mir offeriert. Klingt nicht schlecht … aber für mich etwas zu „exotisch“. Offensichtlich hat mein Blick sofort meine Gedanken verraten, denn sogleich wird mir angeboten, ein ganz „normales“ Bier zu trinken – was mir wesentlich sympathischer ist.

Nach dem Einchecken „bewaffnet“ sich die Dame vom Empfang mit Schlüssel, kleinem Ordner und einer geheimnisvollen „Schatztruhe“. Jetzt bin ich aber neugierig! Ob da wirklich was für mich drinnen ist?

Im Zimmer erklärt mir die Dame die „hard facts“ und lüftet das Geheimnis um die Schatztruhe: Es handelt sich um eine Lederschatulle mit unterschiedlichen Kaffee- und Teekapseln für die Espressomaschine im Zimmer – aha, alles klar, Überraschung gelungen. Und der kleine Ordner? Der beinhaltet sämtliche Informationen rund ums Haus …

Espressomaschine in der Familienlodge Nr. 503 in Walch's Rote Wand in Lech am Arlberg in Österreich
Espressomaschine

(Fondue)Geschichte

Ich befasse mich ein wenig mit der Geschichte des Hauses: Das um 1651 errichtete Bauernhaus wurde 1959 von Josef Walch sen. und seiner Frau Burgi zu einer Kombination aus Pension und Café umgebaut. Der Sohn, Joschi Walch, führt die Rote Wand mit seiner Frau Natascha nun seit 1987. Ursprünglich war die Rote Wand ein Gasthaus mit der Spezialität Fondue. Heuer vor genau 50 Jahren wurde hier das erste Fondue am Arlberg serviert. Josef Walch sen. war damit Pionier. Heute ist das Fondue in Walch’s Rote Wand nicht mehr wegzudenken und natürlich gilt auch hier: Alles was gut ist findet schnell Nachahmer. Am Abend sehe ich mehrere Pferdekutschen vorfahren. Gäste steigen aus, um im alten Gastraum in aller Gemütlichkeit eine der Fondue Spezialitäten zu genießen. Romantik pur …

Familienlodge

Als Zimmer habe ich eine Familienlodge – Nr. 503 in Haus C. Eine Familienlodge bedeutet zwei Schlafzimmer, ein Vorraum und ein Bad (die Familiensuite in Walch’s Rote Wand hat zusätzlich ein weiteres Bad) – mit herrlichem Ausblick auf’s Madloch. Die Skifahrer wirken – von meinem Zimmer aus betrachtet – wie Ameisen am Berg, die sich (mehr oder weniger) schnell Richtung Tal bewegen.

Das Zirbenholz im Zimmer vermittelt gleich ein wohliges Gefühl, der schräge Spiegel im Badezimmer irritiert mich etwas, mit dem habe ich meine liebe Not.

Neben dem Stammhaus – mit wirklich ursprünglichem Eingang – gibt es noch vier weitere Häuser in Walch’s Rote Wand. Alle sind unterirdisch mit dem „roten Gang“ verbunden. Für Kinder mit einer Vorliebe für Gruselgeschichten – wie das bei unserem BEST OF-Küken Saskia der Fall ist – ist das ein kleines Eldorado.

Für mich in meinem derzeitigen erkälteten Zustand allerdings weniger – die Temperaturen in den unterirdischen Gängen sind nämlich leider alles andere als gemütlich.

Wellness

Ein neu hinzugebauter Outdoorpool mit 31 Grad Wassertemperatur sorgt für kribbelndes Feeling. Eine Saunalandschaft – gemischt und getrennt – bietet Solebad, finnische Sauna, Infrarotkabine, Dampfbad, Biosauna … einfach alles, was das Herz begehrt.

Jausenzeit!

Nachmittags ab 15 Uhr 30 ist Jausenzeit angesagt. Scharfes, Pikantes und Süßes stehen zur Auswahl. Der Patissier zaubert wahrlich kleine Kunstwerke aus allen möglichen Backzutaten.

Hinsichtlich des Themas Regionalität gibt’s heute Käsknöpfle. Die muss ich natürlich probieren, denn wo Käsknöpfle drauf steht, müssen noch lange keine drin sein – aber: Test bestanden! Die typische Vorarlberger Spezialität schmeckt hier richtig gut.

Eine tolle Auswahl für die müden und wahrscheinlich auch hungrigen Skifahrer, die jetzt übrigens step by step von der Piste kommen und einen ersten Stop am Buffet einlegen.

Wer sich danach die Zeit bis zum Abendessen vertreiben will, dem empfehle ich den Wellness & Spa Bereich und anschließend den großzügig angelegten Ruheraum mit den praktischen „Unterteilungen“ (einzelne Nischen mit je vier Ruheliegen).

Als besonderes Erlebnis bei diesen echt winterlichen Temperaturen bietet sich der 31 Grad warme Indoor-Outdoor-Pool an: Am Kopf sammeln sich die Schneeflocken, während der restliche Körper von wohlig warmem Wasser umspült wird …

Dinnertime

Nach diesen Genüssen ist es Zeit für’s Abendessen. Das heutige Motto ist: Italien. Ein buntes, farbenfrohes Buffet mit italienischen Antipasti ist aufgebaut – alles, was Sie sich vorstellen können. Alleine dieses Buffet wäre schon Abendessen genug. Eine aufmerksame Mitarbeiterin sorgt dafür, dass das Buffet immer hübsch anzuschauen ist – und nicht für spätere Gäste wie die „Schlacht am kalten Buffet“ anmutet.

Zwischendurch wird ein italienisches Käsesüppchen serviert. Sehr fein! Anschließend entscheide ich mich für das Ossobuco vom Bregenzerwälder Kalb mit Basilikumnüdelchen, was farblich wieder ein tolles Bild abgibt – und geschmacklich auch! Das süße Dessert lasse ich aus – stattdessen gustiere ich noch ein wenig am Käsebuffet …

Zum perfekten Relax-Modus fehlt nur noch erholsamer Schlaf. Wobei: Bei ca. 1.500 Meter Seehöhe sollte die frische Bergluft das Nötige dazu beitragen.

Frühstück

Das Frühstück am nächsten Morgen ist auch absolut top: Station mit frischen Eierspeisen, Schinken, diverse Brot- und Gebäcksorten, regionale Säfte und frisches Obst, Müsli und noch vieles mehr. Einfach alles, was man für einen spitzenmäßigen Start in den Tag so braucht.

Fazit

Walch’s Rote Wand ist ein tolles Hotel – geprägt durch den freundlichen, zuvorkommenden Service und die familiäre Führung – und eignet sich vor allem auch für Familien. Durch die idyllische Lage ist den Gästen absolute Ruhe gegönnt, kein Auto oder sonstige störende Geräusche sind zu hören. Für die kleinen, jungen Gäste ist Infrastruktur und Programm vorhanden, der Red Kids Club bietet ausreichend Unterhaltung und Animation.

Manuel Grabner, Küchenchef und 2-Hauben-Koch, steht seit 2010 für die exquisite Rote Wand Küche und deren Köstlichkeiten. Er legt viel Wert auf regionale Produkte aus umliegenden Regionen – ganz nach dem Motto: „Fürs Bescht vo do muasch nur vord Hustür.“ (Übersetzung für in-Vorarlbergerisch-Ungeübte: „Für das Beste von hier musst du nur vor die Haustür.“).

Die Rote Wand bietet im Winter wie im Sommer ihre Reize: Skifahren, Wellnessen, Wandern, Biken und ab 2016 auch Golfen auf dem Golfplatz von Lech mit neun Löchern – eingebettet in herrlichstes Alpenpanorama.

Golfplatz Lech im Ortsteil Zug, Arlberg, Österreich
Golf at its best! (c) Lech Zürs Tourismus

Das besondere Plus beim Check-out

Am linken Bild unten sehen Sie mein Auto im Normalzustand: Es ist der weiße (okay, der fast weiße …) BMW ganz vorne im Bild, gleich rechts neben der riesigen Tanne. Ich muss leider schon wieder weiter – das nächste Hotel ruft. Als ich am Morgen zu meinem Auto komme, erlebe ich nicht wirklich eine Überraschung: Es ist total eingeschneit (siehe rechtes Bild …).

Ich frage an der Rezeption nach einer Schaufel – und erlebe dafür jetzt eine Überraschung. Ich werde lediglich gefragt: „Welches Auto?“ – und kurze Zeit später ist mein Auto ausgeschaufelt. Top Service – danke!!

Anmerkung: Ich wurde für die Nacht von 26. auf 27. Jänner 2015 von Joschi Walch in Walch’s Rote Wand eingeladen. Meine Erlebnisse und mein hier beschriebener Eindruck wurden dadurch nicht beeinflusst. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals für die Einladung!“ 

2 Comments

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